Illustratie Trein 6

Reguliering

Eine Regulierung der Eisenbahn bedeutet, dass der Zugang zum Eisenbahnnetz überwacht wird. Hierbei wird kontrolliert, ob der Verwalter des Eisenbahnnetzes (Infrabel) die Benutzer des Eisenbahnnetzes (die Eisenbahnunternehmen) auf nichtdiskriminierende Art und Weise behandelt.

Regulierung in seiner heutigen Form ist eine Folge der Entwicklung des Eisenbahnsystems von einer auf nationalen Monopolen (die alte NGBE) basierten Struktur hin zu einem integrierten System, indem das Netz für unterschiedliche untereinander konkurrierende Eisenbahnunternehmen (Konkurrenz auf dem Markt) freigegeben wird.

Seit dem 1. Januar 2007 ist der Markt für Güterverkehr vollständig liberalisiert. Seit dem 1. Januar 2010 ist der Markt für die internationale Personenbeförderung ebenfalls für Konkurrenz freigegeben.

Über eine mögliche Freigabe des Marktes für inländischen Schienenpersonenverkehr wurde auf europäischem Niveau bisher noch nicht entschieden. Eine Anzahl Mitgliedsstaaten hat diesen Markt bereits für die Konkurrenz freigegeben. Auf diese Weise haben das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Deutschland diesen Markt hauptsächlich mithilfe von Franchise-Unternehmen organisiert, die eine sichere Art der Konkurrenz darstellen (Konkurrenz um den Markt). In Belgien verfügt die Nationalgesellschaft der belgischen Eisenbahnen (NGBE-Holding) noch immer über ein Monopol im Bereich der inländischen Personenbeförderung.